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Reichspräsidentenwahl 1925


Ernst Thälmann mit Wilhelm Pieck und Ernst Schneller im Trauerzug für den am
22. Oktober 1925 verstorbenen polnischen Internationalisten Julian Marchlewski.

9: Vitrine VIII
Reichspräsidentenwahl 1925

Von 1924 bis 1933 war Ernst Thälmann Abgeordneter des Deutschen Reichstags. Seit 1925 Vorsitzen-der der KPD, kandidierte er im gleichen Jahr erstmals für das Amt des Reichspräsidenten. Im ersten Wahlgang erhielt er 1,8 Millionen, im zweiten Wahlgang 1,9 Millionen Stimmen. Gewählt wurde der ehemalige Chef der Obersten Heeresleitung und kaiserliche Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg mit 14,6 Millionen Stimmen.

Die KPD nutzte den Wahlkampf auch, um die eigenen Reihen zu stärken. "Der Leninist", Informationsblatt der KPD, Bezirksleitung Wasserkante, schrieb im März 1925: "Die Reichspräsidentenwahl stellt die Partei vor neue schwere Aufgaben. Wir haben in unseren Anweisungen wiederholt darauf hingewie-sen, dass es sich bei diesem Wahlkampf in erster Linie um den Ausbau und die Stärkung unserer Organisation handelt. Nur wenn politische Tätigkeit und organisatorische Festigkeit der Partei miteinander verbunden wird, werden wir ein Höchstmaß von Schlagkraft entwickeln können."

Auf einer Sitzung des Zentralausschusses der KPD im Mai 1925 forderte Thälmann eine genauere Analyse der relativen Stabilisierung des Kapitalismus in jener Zeit. Die KPD schätzte später ein, dass mit dem Jahr 1923 die revolutionäre Nachkriegskrise ihr Ende gefunden hatte.


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