5: Vitrine IV Vorsitzender der USPD Hamburg
Der Aufstand der Matrosen und Heizer der Kriegsmarine in Wilhelmshaven und Kiel 1918 war Auftakt für
die Novemberrevolution in Deutschland, mit der die Arbeiter und Soldaten den Krieg beendeten und die Monarchie abschafften.
Kaiser Wilhelm II. musste abdanken.
Karl Liebknecht rief in Berlin die "freie sozialistische Republik" aus; der neu gebildete Rat der
Volksbeauftragten unter Friedrich Ebert (SPD) forderte bürgerliche Freiheiten, den Achtstundentag und Wahlen zur Nationalversammlung.
Vom 30. Dezember 1918 bis zum 1. Januar 1919 fand in Berlin der Gründungsparteitag der KPD mit Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg statt.
Thälmann hatte mit vier Kameraden die Front verlassen und traf am 11. November, dem Tag des Waffenstillstandes,
in Hamburg ein., wo Rosa Thälmann inzwischen eine Zwei-Zimmer-Wohnung in der Siemssenstraße 4 besorgt hatte. Er schloss sich der
Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) an und übernahm im Stadtteil Eppendorf die Funktion des Distriktsführers.
Bei einer Massenkundgebung im Februar 1919 auf dem Heiligengeistfeld würdigten Thälmann und Funktionäre der KPD die ermordeten Repräsentanten
der Arbeiterbewegung Kurt Eisner (USPD), Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und riefen zum Kampf gegen den konterrevolutionären Terror auf.
Im März 1919 wurde Thälmann als Abgeordneter in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt, im Mai zum Vorsitzenden der USPD
Hamburg. Er war Notstandsarbeiter im Hamburger Stadtpark, wieder gewerkschaftlich aktiv und wurde als Mitglied in das
Gewerkschaftskartell gewählt. Im Juni 1919 nahm er als Delegierter am Verbandstag der deutschen Transportarbeiter (DTV) in
Stuttgart teil.
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