28: Vitrine XXIV Illegale Arbeit der KPD
Nach dem Machtantritt Hitlers hatte die letzte legale Bezirksleitung der KPD die Hamburger Parteiorganisation
in den Untergrund geführt. 1934 betrug die Mitgliederstärke der KPD in Hamburg etwa 4000 Personen, von denen ca. 3000 Beiträge
zahlten. Aus Sicherheitsgründen und aufgrund zahlreicher Verhaftungen mussten die lokalen Organisationsstrukturen mehrmals neu
aufgebaut werden; die Bezirksleitung wurde bis zum Herbst 1935 siebenmal umgebildet.
Vom 25. Juli bis zum 29. August 1935 fand in Moskau der VII. Weltkongress der KI statt, bei dem 65 Parteien
vertreten waren. Von den 76 Parteien, die der KI angehörten, waren damals 50 illegal. Aus der Niederlage der deutschen Arbeiterklasse
unter dem Faschismus entwickelte der Kongress eine neue Sicht von Aktionseinheit- und Volksfrontpolitik - zum Sturz des
Faschismus sollte die Zusammenarbeit mit sozialdemokratischen und bürgerlich-liberalen Kräften verwirklicht werden. Auf einer
Parteikonfe-renz der KPD im Oktober 1935 in Moskau - Brüsseler Konferenz genannt - werteten die Delegierten die Beschlüsse des
VII. Weltkongresses aus. Für die Haftzeit Thälmanns wurde Wilhelm Pieck zum Vorsitzenden der KPD gewählt. Auf der Konferenz
wurde beschlossen, die Bezirksleitungen in das je-weils angrenzende Ausland zu verlegen; für Hamburg war nunmehr die
Abschnittsleitung Nord (ALN) in Kopenhagen zuständig. Eine weitere Parteikonferenz fand Anfang 1939 südlich von Paris statt -
die sogenannte Berner Konferenz -, auf der Vorschläge für den Aufbau einer antifaschistisch-demokratischen Ordnung in
Deutschland nach dem Sturz des Faschismus entwickelt wurden. Diese beiden Konferenzen wurden von der KPD später als 13.
und 14. Parteitag gezählt.
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