15: Vitrine XIV Konzernherren und Bankiers finanzieren die NSDAP
Seit 1930 führten die Kohlekonzerne jährlich über 6 Millionen Mark an die Nazipartei ab. Nachdem Hitler
im Januar 1932 vor führenden Monopolvertretern im Industrieclub Düsseldorf, darunter Krupp, Thyssen, Duisberg und Flick,
sein Programm der Unterdrückung der Arbeiterbewegung und zur forcierten Kriegsrüstung erläutert hatte, flossen weitere bedeutende
Zuwendungen aus den Quellen der Schwerindustrie in die Kassen der NSDAP. Bei den Wahlen im Juli 1932 konnte die Nazipartei
zur stärksten Fraktion im Reichstag werden.
Reichspräsidentenwahlen 1932:
Bei den Reichspräsidentenwahlen 1932 stellte die KPD Ernst Thälmann als ihren Kandidaten auf. Die SPD
hatte keinen eigenen Kandidaten und unterstützte die Kandidatur Hindenburgs - in der Absicht, Hitlers Wahl zum Reichspräsidenten
zu verhindern. Grundtenor des Wahlkampfes der KPD war: Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler - wer Hitler wählt, wählt den Krieg.
Der im zweiten Wahlgang gewählte Hindenburg übergab neun Monate später Hitler durch die Ernennung zum Reichskanzler die Macht.
Tabelle: Stimmergebnisse in Hamburg
| | 1. Wahlgang (13. März) | 2. Wahlgang (10. April) | |
| Hindenburg | 446.054 | 441.141 | |
| Hitler | 200.634 | 238.753 | |
| Thälmann | 123.879 | 96.485 | |
|